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MiD 2002:

Wissenschaftlicher
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  Vergleich MiD & SrV
Durchführende
Institute
Publikationen zur MiD 2002
Datenzugang und
Nutzerregistrierung

Geokodierung:

Im Rahmen der Wegeinterviews zu MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND werden etwa 400.000 Wege erfasst. Bestandteil der Wegeinformation ist eine möglichst genaue Angabe zum Ausgangspunkt und Zielort des jeweiligen Weges. Diese Angaben sollen dazu dienen, die Verteilung der Wege nach bestimmten Ortslagen, Straßentypen und Zielkategorien auszuwerten. Dieser Auswertungsschritt wird voraussichtlich nach Abschluss der Erhebungen stattfinden, ist jedoch nicht direkter Bestandteil der Hauptstudie. Diese stellt zunächst lediglich die erforderlichen Angaben zur Verfügung.

Um die Befragten nicht mit detaillierten Fragen nach den zurückgelegten Wegstrecken zu belasten, werden im Interview lediglich die Adressangaben erhoben und in anonymisierter Form abgelegt. Vorbehaltlich einer zur Zeit noch nicht abschließend entschiedenen Finanzierung sollen diese Daten geokodiert werden. Bei diesem Verfahren wird jeder erhobenen Adresse so genau wie möglich eine räumliche Koordinate zugeordnet. Über diese Koordinate können weitere Informationen hinzugespielt werden, wie zum Beispiel die Entfernung zur nächstgelegenen Bushaltestelle oder zum nächsten Autobahnanschluss. Aus der Kombination von Quelle und Ziel können nach unterschiedlichen Verfahren Wegstrecken bestimmt werden. Eine Umlegung auf das Straßennetz ermöglicht eine Differenzierung der erbrachten Fahrleistungen nach Straßentypen und wird beispielsweise in der Sicherheitsforschung verwendet.

Da mit diesem Verfahren auf der Grundlage von Befragungsdaten bisher nur wenige Informationen vorliegen, wurde auf Basis der Vorstudie eine umfangreiche Teilstudie zur Machbarkeit der Geokodierung durchgeführt. Auftraggeber für diese Teilstudie war die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Rahmen der Vorbereitung einer für das Jahr 2002 geplanten Fahrleistungerhebung, deren Ergebnisse mit den Resultaten aus der MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND gemeinsam ausgewertet werden sollen. Diese Machbarkeitsstudie bringt wichtige Erkenntnisse zu einer Reihe zentraler Fragen:

  • In welcher Qualität lassen sich die erhobenen Daten geokodieren?
  • Wie valide sind die dabei entstehenden Ergebnisse?
  • Mit welchem Aufwand ist die Geokodierung verbunden?

Zusätzlich muss die zentrale Frage nach dem Datenschutz bei der Bereitsstellung der Daten beantwortet werden. Hier ist geplant, nur Angaben auf Straßenebene zu veröffentlichen und genaue Verkodungen nur zum vorherigen Bestimmen von Straßentypen, Entfernungen und Infrastrukturinformationen zu nutzen, bevor die erhobenen Adressen von dem für die Auswertungen bestimmten Datensätzen getrennt und anschließend gelöscht werden.

Den Schlussbericht mit den zentralen Ergebnissen der Machbarkeitsstudie zur Geokodierung finden Sie hier im pdf-Format.

Informationen zu den Nutzungsmöglichkeiten der Geokodierungsinformationen im Rahmen der Hauptstudie erhalten Sie am Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.