|
Geokodierung:
Im Rahmen der Wegeinterviews zu MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND
werden etwa 400.000 Wege erfasst. Bestandteil der Wegeinformation
ist eine möglichst genaue Angabe zum Ausgangspunkt und Zielort des
jeweiligen Weges. Diese Angaben sollen dazu dienen, die Verteilung
der Wege nach bestimmten Ortslagen, Straßentypen und Zielkategorien
auszuwerten. Dieser Auswertungsschritt wird voraussichtlich nach
Abschluss der Erhebungen stattfinden, ist jedoch nicht direkter
Bestandteil der Hauptstudie. Diese stellt zunächst lediglich die
erforderlichen Angaben zur Verfügung.
Um die Befragten nicht mit detaillierten Fragen nach
den zurückgelegten Wegstrecken zu belasten, werden im Interview
lediglich die Adressangaben erhoben und in anonymisierter Form abgelegt.
Vorbehaltlich einer zur Zeit noch nicht abschließend entschiedenen
Finanzierung sollen diese Daten geokodiert werden. Bei diesem Verfahren
wird jeder erhobenen Adresse so genau wie möglich eine räumliche
Koordinate zugeordnet. Über diese Koordinate können weitere Informationen
hinzugespielt werden, wie zum Beispiel die Entfernung zur nächstgelegenen
Bushaltestelle oder zum nächsten Autobahnanschluss. Aus der Kombination
von Quelle und Ziel können nach unterschiedlichen Verfahren Wegstrecken
bestimmt werden. Eine Umlegung auf das Straßennetz ermöglicht eine
Differenzierung der erbrachten Fahrleistungen nach Straßentypen
und wird beispielsweise in der Sicherheitsforschung verwendet.
Da mit diesem Verfahren auf der Grundlage von Befragungsdaten
bisher nur wenige Informationen vorliegen, wurde auf Basis der Vorstudie
eine umfangreiche Teilstudie zur Machbarkeit der Geokodierung durchgeführt.
Auftraggeber für diese Teilstudie war die Bundesanstalt
für Straßenwesen (BASt) im Rahmen der Vorbereitung einer für
das Jahr 2002 geplanten Fahrleistungerhebung, deren Ergebnisse mit
den Resultaten aus der MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND gemeinsam ausgewertet
werden sollen. Diese Machbarkeitsstudie bringt wichtige Erkenntnisse
zu einer Reihe zentraler Fragen:
Zusätzlich muss die zentrale Frage
nach dem Datenschutz bei der Bereitsstellung der Daten beantwortet
werden. Hier ist geplant, nur Angaben auf Straßenebene zu veröffentlichen
und genaue Verkodungen nur zum vorherigen Bestimmen von Straßentypen,
Entfernungen und Infrastrukturinformationen zu nutzen, bevor die
erhobenen Adressen von dem für die Auswertungen bestimmten Datensätzen
getrennt und anschließend gelöscht werden.
Den Schlussbericht mit den zentralen
Ergebnissen der Machbarkeitsstudie zur Geokodierung finden Sie hier
im pdf-Format.
Informationen zu den Nutzungsmöglichkeiten der
Geokodierungsinformationen im Rahmen der Hauptstudie erhalten Sie
am Institut
für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt.
|