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MiD 2002:

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Methodenstudie:

Im Vorfeld des Projekts MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND haben infas und das DIW eine umfangreiche Methodenstudie durchgeführt. Diese Methodenstudie sollte Hinweise dazu liefern, welche Erhebungsmethode und welches Design in der Hauptstudie angewendet werden sollten.

Ausgehend von einer Aufarbeitung der Erfahrungen aus anderen KONTIV-ähnlichen Erhebungen im In- und Ausland wurden Konzeption und Inhalte für die zu testenden Varianten erarbeitet und das Instrumentarium dafür entwickelt. Aus den Ergebnissen wurden die Empfehlungen für die Hauptstudie abgeleitet.

Getestet wurden:

  • Zwei unterschiedliche Erhebungsverfahren (telefonisch/schriftlich) als Hauptvarianten,
  • zwei Variationen der Kontaktaufnahme (Form der Ansprache, Incentives),
  • unterschiedliche Interviewlängen (Grundfragebogen und erweiterter Fragebogen),
  • drei unterschiedliche Formen der Wegememorierung oder -erfassung (klassisch, mit Unterbrechung, Aktivitätenkonzept).

Um MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND mit den parallel laufenden Erhebungen zum Wirtschafts- und Fernverkehr verzahnen zu können, waren auch Module mit Grundfragen zu diesen Bereichen in der Vorstudie enthalten. Darüber hinaus sind u.a. vertiefte Fragen zum Fahrzeugbestand des Haushalts, zum Haushaltseinkommen, zur PC/Internet-Ausstattung und zur persönlichen Mobilitätsbehinderung aufgenommen worden.

In der Vorstudie konnten Interviews mit über 2.400 Haushalten realisiert werden. Bei der Durchführung der telefonischen Befragungen erwiesen sich die Wegeprotokolle als leistungsfähiges Instrument zur Ermittlung der Wege am Stichtag.

Da bei 32 Gemeinden aus den Melderegistern gezogen wurde, lagen für die Brutto-Stichprobe Strukturinformationen vor; es konnte im Vergleich Netto zu Brutto eine Selektivitätsanalyse durchgeführt werden. Dabei sind nur geringe Effekte festgestellt worden, die vor allem soziodemographische Variablen betreffen.

Die Vorstudie zeigt, dass sich - ohne die Vergleichbarkeit zu den bisherigen KONTIV-Erhebungen einzuschränken - deutliche Erweiterungen und Verbesserungen des Informationsumfangs erreichen lassen. Dies betrifft insbesondere die Schnittstelle zum Wirtschaftsverkehr.

Ebenso kann als gesichert gelten, dass die telefonische im Vergleich zur schriftlichen Erhebung sowohl im Hinblick auf die Vollständigkeit der Wege als auch auf die differenzierte Erhebung des Verkehrsverhaltens deutlich überlegen ist.

Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde aus Gründen der Datenqualität und aus forschungsökonomischen Überlegungen beschlossen, in der Hauptstudie einen Methodenmix aus telefonischer und schriftlicher Befragung durchzuführen.

Die einzelnen Ergebnisse der Methodenstudie und eine nähere Beschreibung des Designs können in dem Endbericht der Vorstudie nachgelesen werden.