Im Vorfeld des Projekts MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND haben infas und
das DIW eine umfangreiche Methodenstudie durchgeführt. Diese Methodenstudie
sollte Hinweise dazu liefern, welche Erhebungsmethode und welches
Design in der Hauptstudie angewendet werden sollten.
Ausgehend von einer Aufarbeitung der Erfahrungen aus anderen KONTIV-ähnlichen
Erhebungen im In- und Ausland wurden Konzeption und Inhalte für die
zu testenden Varianten erarbeitet und das Instrumentarium dafür
entwickelt. Aus den Ergebnissen wurden die Empfehlungen für die
Hauptstudie abgeleitet.
Um MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND mit den parallel laufenden
Erhebungen zum Wirtschafts- und Fernverkehr verzahnen zu können,
waren auch Module mit Grundfragen zu diesen Bereichen in der Vorstudie
enthalten. Darüber hinaus sind u.a. vertiefte Fragen zum Fahrzeugbestand
des Haushalts, zum Haushaltseinkommen, zur PC/Internet-Ausstattung
und zur persönlichen Mobilitätsbehinderung aufgenommen worden.
In der Vorstudie konnten Interviews mit über 2.400
Haushalten realisiert werden. Bei der Durchführung der telefonischen
Befragungen erwiesen sich die Wegeprotokolle als leistungsfähiges
Instrument zur Ermittlung der Wege am Stichtag.
Da bei 32 Gemeinden aus den Melderegistern gezogen
wurde, lagen für die Brutto-Stichprobe Strukturinformationen vor;
es konnte im Vergleich Netto zu Brutto eine Selektivitätsanalyse
durchgeführt werden. Dabei sind nur geringe Effekte festgestellt
worden, die vor allem soziodemographische Variablen betreffen.
Die Vorstudie zeigt, dass sich - ohne die Vergleichbarkeit
zu den bisherigen KONTIV-Erhebungen einzuschränken - deutliche Erweiterungen
und Verbesserungen des Informationsumfangs erreichen lassen. Dies
betrifft insbesondere die Schnittstelle zum Wirtschaftsverkehr.
Ebenso kann als gesichert gelten, dass die telefonische
im Vergleich zur schriftlichen Erhebung sowohl im Hinblick auf die
Vollständigkeit der Wege als auch auf die differenzierte Erhebung
des Verkehrsverhaltens deutlich überlegen ist.
Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde aus Gründen
der Datenqualität und aus forschungsökonomischen Überlegungen beschlossen,
in der Hauptstudie einen Methodenmix aus telefonischer und schriftlicher
Befragung durchzuführen.
Die einzelnen Ergebnisse der Methodenstudie und eine
nähere Beschreibung des Designs können in dem Endbericht
der Vorstudie nachgelesen werden.